Buchtipps der Städtli-Bibliothek
Aktueller Buchtipp:
Das gute Leben
Es ist Spätsommer, und im Garten sind die Trauben reif, als Christina das Haus ihrer Grossmutter Anni erbt. Hier, in einem kleinen Dorf bei Nürnberg, ist sie bei Anni aufgewachsen: Anni, die Mitte der sechziger Jahre aus Rumänien nach Deutschland flieht. Anni, die ganz allein ihr Kind und ihr Enkelkind aufzieht und beim Quelle-Versand Pakete packt, die ins Wirtschaftswunderland verschickt werden. Die gegen Einsamkeit, Armut und Fremdsein kämpft, mit Zähigkeit, Kraft und Pflichtbewusstsein. War das das Leben, von dem sie geträumt hat? Oder hat sie beim Leben das Leben verpasst?
Zögernd verabschiedet sich Christina von Anni und ihrem Haus. In der stillen Wärme der letzten Sommertage versinkt sie immer tiefer in ihren Erinnerungen, stösst auf überraschende Fundstücke und fährt auch zu dem inzwischen verlassenen Gelände des Quelle-Versandzentrums. Ihren eigentlich geplanten Urlaub hat sie abgesagt, und von ihrer Arbeit dringen nur gelegentliche Mails zu ihr. Und allmählich erkennt sie, was sie ihrer Grossmutter wirklich verdankt: die Freiheit, loszulassen und selbst den Ort zu finden, wo das gute Leben zu Hause ist.
Nadine Schneiders Roman «Das gute Leben» ist eine grosse Mütter-Töchter-Geschichte über vier Generationen, ein Buch von Abschied, Neuanfang und der Arbeit des Lebens.
Nadine Schneider: Das gute Leben, S. Fischer Verlag GmbH, 302 Seiten
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Buchtipp publiziert am 01.08.2026
Bisherige Buchtipps:
Eine Geschichte der Sehnsucht
Nantucket im Jahre 1796. Die verwitwete Laurel bekommt überraschend Besuch von ihrer Jugendliebe Will in Begleitung seiner jungen Braut. Sie sind auf dem Weg nach Barbados und bleiben über Nacht. Während alle schlafen, durchsucht Laurels Sohn Wills Sachen und findet alte Liebesbriefe. Am Morgen darauf ist Will ohne Vorwarnung verschwunden, er hat nur ein Bild hinterlassen, das ein Rotkehlchen zeigt, an dessen Bein ein himmelblaues Band gebunden ist. Zweihundert Jahre später taucht das rätselhafte Bild wieder auf. Ein Maler versucht seinem Geheimnis auf die Spur zu kommen.
Ein wehmütiger, erhellender Blick auf grosse vergangene Liebe. Das perfekte Buch, um einen Abend darin zu versinken.
Ben Shattuck: Eine Geschichte der Sehnsucht, Hanser, 74 Seiten
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Buchtipp publiziert am 15.07.2026
Unter Gästen
Zwischen dem Bistro der Mutter im Erdgeschoss und dem französischen Restaurant des Vaters im ersten Stock spielen sich die Kindheitsjahre der Erzählerin ab, ohne Familienalltag, dafür unter Gästen. Einzelgänger, heimlich Liebende, Büroangestellte und Arbeiter, Professoren und Studierende, Lieferantinnen, Soldaten, eine Nonne und ein Fliegenflüsterer: Alle haben hier ihren Platz. Um sie herum entfaltet sich das Leben der Angestellten und der Familie der Erzählerin. Im Zentrum steht die Mutter, die sich mit Leidenschaft den Gästen widmet, während ihre Ehe auseinanderbricht. Entlang der einzelnen Tische erzählt Caroline Roger mit zartem Humor und der Gabe für genaue Beobachtung Geschichten, die von der Absurdität des Alltäglichen, von Intimität und Fremdheit handeln, und dabei die Frage stellen: Wie entsteht Zugehörigkeit und woran erkennt man Familie?
Caroline Roger schreibt uns die vielschichtigen, originellen und kantigen Figuren in ihrem kronenhallen-artigen Universum mitten ins Herz.
Caroline Roger: Unter Gästen, Limmat Verlag, 202 Seiten
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Buchtipp publiziert am 01.07.2026
Hazel sagt nein
Wenn ein Nein alles infrage stellt - ein kraftvolles Debüt mit Nachhall. In der Hoffnung auf ein ruhigeres Leben ziehen die Blums vom pulsierenden Brooklyn ins beschauliche Riverburg, wo Vater Gus nach herausfordernden Jahren endlich eine Professur ergattert hat. Doch der idyllische Schein trügt. Gleich an ihrem ersten Schultag wird die achtzehnjährige Hazel ins Büro des Direktors zitiert. Er verkündet ihr Unglaubliches: Jedes Jahr sucht er sich eine andere Schülerin aus der Abschlussklasse aus, mit der er eine sexuelle Beziehung eingeht. Dieses Jahr ist sie die Auserwählte. Instinktiv sagt Hazel Nein - und setzt damit eine Kette von Ereignissen in Gang, die das Leben ihrer Familie, aber auch die gesamte Stadtgesellschaft auf den Kopf stellen.
Mit feinem Humor und Gespür für Zwischentöne erzählt die Autorin von Selbstbehauptung, gesellschaftlichen Dynamiken und dem Mut, für sich einzustehen.
Jessica Berger Gross: Hazel sagt nein, Lübbe, 380 Seiten
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Buchtipp publiziert am 15.06.2026
Einfallende Dämmerung
Der Mikrobiologe Paul Bálint feiert mit ehemaligen Kollegen in Paris seinen 80. Geburtstag. Er wird geehrt und spürt zugleich, dass die Feier auch ein Abschied ist. Er befindet sich, so sein Freund Steinberg, an der Schwelle zwischen dem "jungen Alter" und dem "alten Alter" - einer Phase, in der nichts mehr selbstverständlich ist und sich die Vergänglichkeit in allen Dingen bemerkbar macht. Doch statt sich nur mit dem Verlust zu beschäftigen, will Bálint die neue Lebensphase erkunden wie ein unbekanntes Land: Was bedeutet das Alter für den Körper, die Erinnerung, das Gefühl für das Selbst und die Zeit, für das Verhältnis zu den Mitmenschen, den lebenden wie den toten? Je mehr er sich mit dem Alter beschäftigt, desto deutlicher zeigt sich ihm ein Leben voller neuer Möglichkeiten. Es bietet ihm zudem die grosse Freiheit, sich ohne Rücksicht auf Konventionen und wissenschaftliche Regeln einen eigenen Reim auf die heutige Welt und ihre Veränderung zu machen.
Christian Haller: Einfallende Dämmerung, Luchterhand, 139 Seiten
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Buchtipp publiziert am 01.06.2026
Akikos lange Reise
Akiko hat sich getraut, wovon andere in ihrer Firma kaum zu träumen wagen: Ihren sicheren und gut bezahlten Job zu kündigen. Seitdem ist sie frei und erst einmal orientierungslos. Ihr einziger Freund, Hikikomori Kento, ist zu sehr mit sich und seinen Ängsten beschäftigt, um ihr eine grosse Hilfe zu sein. Sie macht sich allein auf die Suche nach ihrem Vater, der die Familie kurz nach ihrer Geburt verliess. Sie reist in das ländliche Japan, weit weg von der pulsierenden Grossstadt Tokio. Hier lebt der Mann, den ihre verstorbene Mutter einst geliebt hat. Als sie vor ihm steht, erwartet sie zunächst eine bittere Enttäuschung: Nichts ist wie erhofft. Doch dann nimmt die Geschichte eine unerwartete Wendung.
Akikos Reise ist lang und voller Umwege, doch mit jedem Schritt, jeder neuen Herausforderung entdeckt sie etwas mehr von der Kraft, die in ihr steckt.
Ein Roman über eine Reise zu den eigenen Wurzeln.
Jan-Philipp Sendker: Akikos lange Reise, Blessing, 350 Seiten
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Buchtipp publiziert am 15.05.2026
Mein Name ist Emilia del Valle
1866 erblickt Emilia del Valle in San Francisco das Licht der Welt - sie ist die Tochter einer irischen Nonne und eines chilenischen Aristokraten, grossgezogen wird sie von ihrem liebevollen Stiefvater, in einem ärmlichen Viertel in San Francisco. Von klein auf eigensinnig, beeindruckt sie wenig, was andere für richtig halten, ihre grosse Leidenschaft ist das Schreiben. Siebzehnjährig veröffentlicht sie, unter männlichem Pseudonym, erfolgreich Groschenromane, doch das echte Leben findet sie abenteuerlicher und wird Reporterin bei einer Zeitung.
Ihr Kollege ist Eric, ein junger Mann mit grosser Strahlkraft, und gemeinsam gehen sie nach Chile, in das Land ihrer Vorfahren, über den sich anbahnenden Bürgerkrieg zu berichten. Emilia und Eric kommen sich näher - ist das Liebe? - und während Emilia immer tiefer in die Geschichte ihres Vaters eintaucht, gerät sie selbst zwischen die Fronten. Sie muss sich nicht nur der Gefahr, sondern auch den drängenden Fragen nach ihrer eigenen Herkunft stellen.
Mein Name ist Emilia del Valle ist die Geschichte einer Frau, die über alle Konventionen hinweg ihren eigenen Weg zu gehen versucht, ein fesselnder historischer Roman über schmerzhafte Liebe und unverbrüchlichen Mut - erzählt von einer der Meistererzählerinnen unserer Zeit.
Isabel Allende: Mein Name ist Emilie del Valle, Suhrkamp Verlag, 360 Seiten
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Buchtipp publiziert am 01.05.2026
Katzentage
Die Schönheit des Lebens…
Paula und Peter sind schon seit Langem Kollegen. Sie ist Ärztin, er arbeitet als Jurist in der Klinikverwaltung. Interesse der beiden aneinander war schon immer da. Nach einem mehrtägigen Seminar verbringen sie die letzte Nacht miteinander. Auf der Rückfahrt nach Hause kommen die beiden mit der Bahn nur bis Würzburg: Streik. Was sollen sie tun mit ihrer ungeklärten Geschichte und den unerwartet freien Tagen? Während sie Stadt und Umgebung erkunden, nähern sich die beiden einander vorsichtig. Peter hält die Ungewissheit, wie es mit ihnen weitergehen wird, nur schwer aus. Sein Drängen nimmt Paula mal spielerisch, mal verärgert. Sie will das Jetzt geniessen und weicht den Fragen nach dem Morgen aus. Als eine Katze zu ihrer Begleitung wird, sehen sie an deren Beispiel, wie schwer sich Menschen damit tun, den Moment zu leben, ohne Plan zu sein und sich der Freiheit hinzugeben.
Ewald Arenz: Katzentage, DuMont, 127 Seiten
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Buchtipp publiziert am 15.04.2026
Der Krabbenfischer
Longferry, England, Sechzigerjahre. Thomas Flett ist Anfang zwanzig und lebt mit seiner Mutter in ärmlichen Verhältnissen. Seinen Vater hat er nie kennengelernt. Die Schule hat er abgebrochen, er verdingt sich als Krabbenfischer: ein Handwerk, das ihn sein Grossvater gelehrt hat.
Niemand kennt das Meer und seine Gezeiten so gut wie Thomas. Früh am Morgen bei Niedrigwasser fährt er mit Pferd und Kutsche los, um sich den Unterhalt für den Tag zu verdienen, ein Leben von der Hand in den Mund. Heimlich lernt er Gitarre spielen und träumt von Joan, der Schwester seines besten Freundes. Aber für Träume ist kein Platz in Longferry.
Als der amerikanische Regisseur Edgar Acheson in der Stadt eintrifft, wird Thomas' vermeintlich einfaches Leben erschüttert. Er bekommt eine Ahnung von der grossen, weiten Welt, davon, was da draussen auf ihn warten könnte, und schliesst Freundschaft mit dem Mann, der in jeder Hinsicht anders ist als er. Ein Funke in ihm ist entzündet - aber nichts ist so, wie es scheint. Nur eines ist sicher: Am nächsten Morgen bei Niedrigwasser wird Thomas wieder dem Ruf des Meeres folgen.
Benjamin Wood: Der Krabbenfischer, DuMont, 222 Seiten
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Buchtipp publiziert am 01.04.2026
Dunkle Sühne
Willkommen in North Falls - einer kleinen Stadt, in der jeder jeden kennt. Das glauben zumindest alle.
Bis zum grossen Feuerwerk am 4. Juli. Als in dieser Nacht zwei Teenager-Mädchen verschwinden, ist die Stadt in Aufruhr.
Für Deputy Emmy Clifton wird der Fall zur Bewährungsprobe - beruflich und persönlich. Eines der vermissten Mädchen ist die Tochter ihrer besten Freundin, und Emmy weiss, dass sie sie nach Hause bringen muss, um eine alte Schuld zu begleichen. Doch je tiefer Emmy in die Ermittlungen eintaucht, desto stärker wird ihr bewusst, dass hinter den vertrauten Gesichtern der Kleinstadt dunkle Abgründe lauern. Die beiden verschwundenen Mädchen hüteten Geheimnisse, die niemand ahnte. Doch wer könnte so weit gehen, ein Verbrechen zu begehen? Und welche dunklen Wahrheiten verbirgt North Falls noch?
Der Thriller für Spannungsfans, die gerne bis zur letzten Seite mitfiebern.
Karin Slaughter: Dunkle Sühne, HarperCollins, 558 Seiten
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Buchtipp publiziert am 15.03.2026
Zeit Ihres Lebens
Die Liebe adelt jedes Leben. Auch jenes von Frieda und Georg, zwei Menschen, die sie nicht gesucht haben, aber von ihr gefunden wurden. Sie ist Grundschullehrerin, er Vertreter für medizinische Geräte. Als sie sich das erste Mal unverhofft begegnen, ist Georg sich sicher: Diese unbekannte Schöne ist seine grosse Liebe - und nicht die Frau, die er auf seinen Handelsreisen jeden Abend pflichtschuldig anruft. Und auch Frieda kann sich den gross gewachsenen Mann nicht aus dem Kopf schlagen. Als sie einander nach fieberhafter Suche schliesslich wiederfinden, unterbreitet Frieda Georg ihren Plan: Sie können zusammen sein - in einem Leben ausserhalb des Lebens, in dem einzig die Gegenwart herrscht, keine Vergangenheit, keine Zukunft. Nicht nur, um unentdeckt zu bleiben, sondern auch, um ihre Liebe so rein und schön zu halten wie im ersten Moment. Nur so, sagt sie, sei es möglich. Georg willigt ein, und ihre Geschichte beginnt.
Dirk Gieselmann: Zeit ihres Lebens, Ullstein, 224 Seiten
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Buchtipp publiziert am 01.03.2026
Das kleine Zuhause in Prag
Anna braucht dringend Abstand zu ihrer englischen Heimat und der familiengeführten Brauerei. Umso willkommener ist die Einladung zu einer Fortbildung in Prag: Endlich darf sie selbst Hand anlegen und ein eigenes Bier entwickeln. Sie freut sich auf inspirierende Wochen und bezieht ein Zimmer in einer gemütlichen Dachwohnung. Der Ausblick von der Terrasse ist spektakulär, und Anna fühlt sich auf Anhieb wohl. Wäre da nur nicht ihr Mitbewohner! Leo ist Annas Exmann und wurde ebenfalls zu der Fortbildung eingeladen. Und nun sollen sie unter einem Dach leben? Anna ist fest entschlossen, ganz professionell mit der Situation umzugehen und nicht nochmal Gefühle für Leo zu entwickeln. Doch schon bald beginnt der Zauber der romantischen Stadt auf sie zu wirken ...
Ein herzerwärmender Wohlfühlroman, der mit einer sympathischen Heldin, sanfter Romantik und einer zauberhaften Stadtkulisse begeistert.
Julie Caplin: Das kleine Zuhause in Prag, Rowohlt Taschenbuch Verlag, 414 Seiten
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Buchtipp publiziert am 15.02.2026
Ihr werdet sie nicht finden
Ein Mädchen verschwindet. Der Vater begeht einen verhängnisvollen Fehler. Und eine junge Frau weiss als Einzige, was damals geschah - doch auch sie ist spurlos verschwunden.
Jonas war früher einmal Polizist. Bis er für das Verschwinden seiner Tochter einen Verdächtigen zur Rechenschaft zog. Franka ist Privatdetektivin mit einem Talent für digitale Spuren und auf der Suche nach einer Vermissten. Ihre Ermittlungen decken Verbindungen zu einem alten Fall auf - dem von Jonas' Tochter, die nie gefunden wurde. Frankas erster Verdächtiger: Jonas. Doch schon bald ermitteln die beiden zusammen. Denn die Vermisste scheint etwas darüber zu wissen, was damals wirklich geschah ...
Andreas Winkelmann: Ihr werdet sie nicht finden, Rowohlt Taschenbuch Verlag, 380 Seiten
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Buchtipp publiziert am 01.02.2026
Jetzt gerade ist alles gut
Vom grossen Glück in kleinen Momenten.
Ein kleiner Schnitt am Finger, schon wenige Stunden später hängt das Leben des Erzählers an einem durchsichtigen Schlauch. Er besiegt die Sepsis, aber die existenzielle Bedrohung bringt eine neue Frage in sein Leben: Wenn sich von einer Sekunde auf die andere alles verändern kann - wieso nehmen wir so selbstverständlich hin, dass wir unser Leben ständig auf später vertagen? Als er aus dem Krankenhaus entlassen wird, wird er zum Sammler kostbarer Momente. In Liebe, Familie, Freundschaft, Natur sucht er nach dem, was wirklich zählt. Dabei entdeckt er, dass die berührendsten Geschichten oft in den überraschendsten Augenblicken auf uns warten, sogar in vermeintlichen Nebensächlichkeiten. Eine Einladung, das Leben wieder bewusster wahrzunehmen.
Der Autor erzählt in seinem Roman von der Sekunde, die alles verändert und von den Momenten, die alles bedeuten.
Stephan Schäfer: Jetzt gerade ist alles gut, Park X Ullstein, 171 Seiten
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Buchtipp publiziert am 15.01.2026
Hiobs Tochter
Deggenfeld im Jahre 1338. Die junge Miriam, eine ausgebildete Medica und Jüdin, stürzt in ein Netz aus Intrigen und Gefahr, als sie zufällig eine Verschwörung belauscht. Im Schatten wachsender Spannungen und angesichts einer drohenden Attacke auf die jüdische Gemeinde, muss Miriam Mut, Klugheit und Tatkraft beweisen, um ihre Liebsten zu beschützen und Gerechtigkeit zu suchen. Doch das ist einfacher gesagt als getan, denn Miriams eigenes Leben und dass ihrer Tochter Rebecca ist, eng mit der Verschwörung verknüpft. Und auch wenn Miriam als Ärztin einiges an Ansehen geniesst und so an manche Information gelangt, bleiben ihr als Frau und Jüdin viele Privilegien verwehrt.
Ein spannender, detailreicher und gut recherchierter historischer Roman von Peter Orontes.
Peter Orontes: Hiobs Tochter, HarperCollins, 463 Seiten
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Buchtipp publiziert am 01.01.2026
Weihnachten in der kleinen Buchhandlung
Als das Kaufhaus, in dem Carmen gearbeitet hat, kurz vor Weihnachten seine Pforten schliesst, zieht sie widerstrebend zu ihrer Schwester nach Edinburgh. Sie soll dort eine kleine Buchhandlung übernehmen. Der Laden hat jedoch schon bessere Tage gesehen, es droht der Verkauf - wenn nicht ein Wunder geschieht. Carmen will schon alles hinwerfen, doch dann lässt sie sich bezaubern: von den verschneiten Strassen der Stadt, vom Charme der altmodischen Buchhandlung - und von dem attraktiven Star-Autor, der dort plötzlich auftaucht. Ob die Magie der Weihnacht ein Wunder wahr werden lässt?
«Weihnachten in der kleinen Buchhandlung» entführt seine Leserinnen und Leser in das festlich geschmückte Edinburgh. In ihrem stimmungsvollen Roman erzählt die Autorin Jenny Colgan voller Heiterkeit eine gefühlvolle Geschichte um das schönste aller Feste, die Magie von Büchern und das Glück der Freundschaft.
Jenny Colgan: Weihnachten in der kleinen Buchhandlung, Piper, 445 Seiten
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Buchtipp publiziert am 15.12.2025
Seelenwärmer Suppen - über 60 Rezepte zum Wohlfühlen
Suppen-Saison ist das ganze Jahr!
Suppen haben viele Talente: Sie sind gesund, schmecken zu jeder Gelegenheit ausgezeichnet und können erfrischen, wärmen, die Abwehrkräfte stärken und die Seele streicheln. Kräftige Hühnersuppe, herzhafter Linsen-Speck-Eintopf, herbstliche Kürbissuppe, klassische Tomatensuppe oder Brennnesselsuppe für die fein gedeckte Tafel!Mit neuen Ideen aus aller Welt, beliebten Klassikern sowie Grundrezepten für Fonds ist das Suppenglück mit diesem Kochbuch garantiert!60 Rezepte für das grosse Suppenvergnügen zu jeder Gelegenheit.
Von schnellen Suppenrezepten über Klassiker, die jeder liebt, und sättigende Eintöpfe für die ganze Familie bis zu raffinierten Neukreationen
- Grundrezepte für Fonds und Austauschtipps für Gemüse, Fleisch und Co.
- Stimmungsvolle Rezeptfotos laden zum Nachkochen und Geniessen ein
Suppen, Eintöpfe, Fonds und mehr - 60 Rezepte für schnelles und erlesenes Suppenglück. Denn ein dampfender Teller Suppe wärmt nicht nur den Körper, sondern auch die Seele!
Bourke Jordan; Cassidy Peter: Seelenwärmer Suppen – über 60 Rezepte zum Wohlfühlen, DK Verlag, 143 Seiten
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Buchtipp publiziert am 01.12.2025
Den Tod belauscht man nicht
Ein schwedisches Idyll im heissen Sommer 1983, auf das dunkle Schatten fallen, als ein Kind verschwindet. Die verzweifelte Mutter engagiert eine gescheiterte Polizistin, die in der Nachbarschaft Nachforschungen anstellt und mitten im sonnigen Paradies auf einen dunklen Abgrund stösst.
Schweden im Sommer 1983. Die gescheiterte Polizistin Ingrid Wolt versucht fern der schwedischen Hauptstadt den Neuanfang als Privatdetektivin. Sie kommt gerade zur rechten Zeit: Konnte bis vor Kurzem nichts die Idylle in der Kleinstadt Våmhus trüben, überschattet nun das unaufgeklärte Verschwinden eines Jungen das Leben. Die örtliche Polizei bleibt trotz Mangel an Beweisen überzeugt davon, dass der Junge ertrunken ist; die Mutter des Jungen will sich damit nicht abfinden und engagiert Ingrid, die in das enge Geflecht nachbarschaftlicher Beziehungen eindringt - und dabei immer tiefer in einen dunklen Abgrund gerät.
Ninni Schulmann: Den Tod belauscht man nicht, Hoffmann und Campe, 447 Seiten
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Buchtipp publiziert am 15.11.2025
Achtzehnter Stock
Wanda hat sich ihr Leben anders vorgestellt. Ganz anders. Statt auf Filmdrehs und Premieren verbringt sie die heissen Sommertage im Hof einer Berliner Platte, wo sie mit ihrer fünfjährigen Tochter Karlie im achtzehnten Stock wohnt. Der Lift ist defekt und das Treppenhaus ein einziges Funkloch, in dem man, wenn man Pech hat, das ganze Leben verpasst. Am anderen Ende der Stadt scheint dagegen alles möglich. Als Wanda eine einmalige Chance bekommt, taucht sie ein in eine Welt, in der Geld keine Rolle spielt und Türen immer offenstehen. Doch wie weit sie auch geht, die Platte in ihrem Rücken wird nie wirklich kleiner.
Ein rauer und zärtlicher, temporeicher und fein beobachteter Roman über Zusammenhalt und Selbstverwirklichung und darüber, dass das Glück manchmal näherliegt, als wir denken.
Sarah Gmuer: Achtzehnter Stock, hanserblau, 222 Seiten
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Buchtipp publiziert am 01.11.2025
Das Echo der Sommer
Jedes Jahr im Frühling kehren sie nach dem Winter in ihr «Sommerland» am See im Nordwesten Schwedens zurück. Doch in diesem Frühjahr ist alles anders: Als die dreizehnjährige Ingá mit den Rentieren, Mutter und Tante das Tal erreicht, ist ihr Dorf versunken. Birken, Hütten, das Hab und Gut der Familie und vor allem das Grab des Vaters - alles unter Wasser, rücksichtslos geopfert für die Wasserkraftproduktion und den Profit der Städte im Süden. Es beginnt ein jahrzehntelanger Kampf gegen die Mächtigen des Landes, der nicht nur die drei Frauen, sondern das ganze sámische Dorf vor eine Zerreissprobe stellt.
Elin Anna Labba erzählt die weitgehend unbekannte Geschichte ihrer Gemeinschaft und schafft ein unvergessliches Zeugnis für das Recht auf Selbstbestimmung und die tiefe Verbundenheit von Mensch und Natur und das in jedem Satz klarmacht, wie eng Mensch und Landschaft verwoben sein können.
Elin Anna Labba: Das Echo der Sommer, S. Fischer, 463 Seiten
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Buchtipp publiziert am 15.10.2025
Todesengel
Ein neuer Fall für die temeramentvolle Chefermittlerin Giulia de Medici:
Ein rätselhafter Mord an einer 29-jährigen Frau in Chur erschüttert nicht nur Graubünden. Das Opfer wurde am Waldrand auf einer Parkbank drapiert, als lebe es noch. In seinem Mund steckt ein seltsamer Gegenstand. Die erfahrene Chefermittlerin der Kantonspolizei Graubünden übernimmt den Fall. An ihrer Seite steht wie immer Nadia Caminada, ihre beste Freundin und eine renommierte Profilerin.
Gemeinsam nehmen sie die Ermittlungen auf und stossen auf eine schaurige Parallele: Im Sommer 1983, während des berüchtigten Emmentaler Blutsommers, wurde eine der drei getöteten jungen Frauen auf exakt die gleiche Weise inszeniert. Könnte derselbe Mörder am Werk gewesen sein, oder haben sie es mit einem Nachahmungstäter zu tun? Während Giulia und Nadia händeringend nach Spuren und Verbindungen zwischen den beiden Fällen suchen, wird der malerische, in herbstlichen Farben leuchtende Crestasee zum Schauplatz eines weiteren Verbrechens.
Philipp Gurt: Todesengel, Campa, 381 Seiten
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Buchtipp publiziert am 01.10.2025
Wie Risse in der Erde
Als 17-jährige verliebt sich Beth in den schönen und klugen Gabriel. Am Ende eines leidenschaftlichen, flirrenden Sommers jedoch zerbricht ihr Glück. 13 Jahre später lebt sie glücklich mit ihrem Mann auf einer Farm. Sie kümmern sich aufopferungsvoll um Land und Tiere und geniessen ihre noch immer grosse Liebe. Doch dann kehrt Gabriel mit seinem Sohn Leo in das Dorf zurück und reisst alte Wunden auf. Beth hat einen Sohn verloren - damals war er so alt, wie Leo jetzt. Ihre Gefühle brechen mit Wucht über sie herein, und sie trifft eine verheerende Entscheidung. Ein Mensch wird sterben, und ein anderer wird dafür büssen. Doch wer wirklich die Schuld trägt, bleibt bis zum Schluss das grosse Geheimnis.
Die Geschichte zeigt das Leben in all seinen Facetten: Schönheit, Schrecken, Geburt, Tod, Liebe, Verlust, Lust und Schmerz – dieses verrückte Nebeneinander von Gegensätzen, das überwältigend sein kann.
Claire Leslie Hall: Wie Risse in der Erde, Piper, 397 Seiten
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Buchtipp publiziert am 15.09.2025
Die Liebe sucht ein Zimmer
Im Warschauer Ghetto 1942 erklingt aus einer kleinen Seitenstrasse Musik, Gelächter und Applaus. Ein Theaterstück feiert Premiere, eine heitere Musikkomödie «Die Liebe sucht ein Zimmer». Die junge Schauspielerin Sara wartet nervös auf ihren Auftritt. Mit leuchtenden Augen schaut sie vom Bühnenrand ihrer grossen Liebe Edmund zu, wie er die Zuschauer in den Bann schlägt und sie ihr Elend vergessen lässt. Da tritt Michal zu ihr, der Intendant des Theaters und ihr Verflossener, und macht Sara ein verlockendes Angebot. Er wird nach der Vorstellung aus dem Ghetto fliehen und bietet ihr ein Ticket in die Freiheit. Er will sie retten - vor den Nazis, dem Typhus und dem Hunger. Doch mit ihm zu fliehen würde bedeuten, Edmund zurückzulassen und ihn vermutlich nie wiederzusehen. Sara muss sich entscheiden - zwischen der Liebe und dem Überleben.
Dafür hat sie nur jene neunzig Minuten Zeit, in der sie mit Edmund, Michal und den anderen Schauspielern auf der Bühne steht.
David Safier schreibt ein ergreifender Roman über drei junge Schauspieler im Warschauer Ghetto.
David Safier: Die Liebe sucht ein Zimmer, Rowohlt Kindler, 331 Seiten
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Buchtipp publiziert am 01.09.2025
Perfect Crime - Wenn niemand dir glaubt
Sie alle haben ein Geheimnis. Doch nur einer würde dafür morden.
Als erfolgreiche Autorin kennt Emilia menschliche Abgründe nur aus ihren eigenen Büchern. Bis zu dem Tag, an dem ein schreckliches Unglück ihr wohlbehütetes Leben in der Londoner Vorstadt aus der Bahn wirft. Der Vorfall stammt unverkennbar aus ihrem aktuellen Thriller. Doch wie kann das sein? Nur eine Handvoll Menschen kennt den Inhalt ihres unveröffentlichten Krimis und kommt als Täter infrage. Emilia beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und muss mit Grauen feststellen, dass jeder in ihrem Umfeld Geheimnisse hütet - die Freundin, der sie alles anvertraut, der Vater, der immer an ihrer Seite war. Und sogar ihr Ehemann, neben dem sie jeden Abend friedlich einschläft. Emilia weiss, dass alle lügen. Doch wer von ihnen trachtet nach ihrem Leben?
Ein fesselnder Phychothriller über Wahrheit, Verrat und dunkle Geheimnisse.
Claire Douglas: Perfect Crime - Wenn niemand dir glaubt, Penguin Verlag, 396 Seiten
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Buchtipp publiziert am 15.08.2025