Buchtipps der Städtli-Bibliothek

 

Aktueller Buchtipp:

Buchcover: Agathe

Agathe

Ein alternder Psychiater zählt die Tage bis zu seinem Ruhestand. Bald wird er die Praxis in der Rue des Rosettes für immer hinter sich schliessen. Doch eine letzte Patientin lässt sich nicht abwimmeln. Und die Gespräche mit Agathe verändern alles: Neue Freundschaften scheinen plötzlich möglich, neue Wege, neue Zuversicht.
Eine universelle Geschichte über Nähe und Freundschaft, Liebe und Verbindlichkeit – elegant und zeitlos, voll meditativer Zärtlichkeit und subtilem Humor.

Anne Cathrine Bomann: Agathe, Hanser blau, 155 Seiten

 

Buchtipp publiziert am 15.07.2019


Bisherige Buchtipps:

Buchcover: Die Aussprache

Die Aussprache

Acht Frauen.
48 Stunden Zeit, die eigene Geschichte umzuschreiben.
Die fiktionale Geschichte und basiert auf realen Ereignissen einer mennonitischen Gemeinde in Bolivien. In den späten 00er Jahren wurden dort Mädchen und Frauen wiederholt unter Drogen gesetzt und vergewaltigt.
Jahrelang haben sie versucht, mit dem, was geschehen ist, zurechtzukommen. Jetzt haben die Frauen einer abgeschieden lebenden Gemeinschaft die Gelegenheit, alles anders zu machen. Und so ergreifen sie das Wort. Sollen sie bleiben oder gehen? Bleiben sie, dann müssen sie nicht nur angehört werden, sondern auch verzeihen. Gehen sie, müssen sie in einer ihnen gänzlich unbekannten Welt den Neuanfang wagen.

Kammerspielartig angelegt, liegt der Schwerpunkt des Romans bei den Gesprächen der Frauen, deren psychologischer, sozialer Ausrichtung und deren moralischem und theologischem Dilemma.

Mirjam Toews: Die Aussprache, Hoffmann und Campe, 256 Seiten

Buchtipp publiziert am 01.07.2019


Buchcover: Die Hochhausspringerin

Die Hochhausspringerin

Riva ist Hochhausspringerin - ein perfekt funktionierender Mensch mit Millionen Fans. Doch plötzlich weigert sie sich zu trainieren. Kameras sind allgegenwärtig in ihrer Welt, aber sie weiß nicht, dass sie gezielt beobachtet wird: Hitomi, eine andere junge Frau, soll Riva wieder gefügig machen. Wenn sie ihren Auftrag nicht erfüllt, droht die Ausweisung in die Peripherien, wo die Menschen im Schmutz leben, ohne Möglichkeit, der Gesellschaft zu dienen. Was macht den Menschen menschlich, wenn er perfekt funktioniert?
"Die Hochhausspringerin" führt in eine brillante neue Welt, die so plausibel ist wie bitterkalt. Julia von Lucadou erzählt von ihr mit der Meisterschaft der großen Erzählungen über unsere Zukunft. 

Julia von Lucadou: Die Hochhausspringerin, Hanser Berlin, 287 Seiten

Buchtipp publiziert am 15.06.2019


Buchcover: Stabilitas loci - Der Weg der Wiborada

Stabilitas loci - Der Weg der Wiborada

Als Mädchen weigert sich die adlige Wiborada zu heiraten. Sie flieht ins Kloster St. Gallen zu ihrem Bruder und begibt sich auf eine gefährliche Pilgerreise nach Rom. Dort wird in ihr der Wunsch geweckt, ein religiöses Leben nach dem Vorbild der Mönche im Kloster St. Gallen zu führen - unmöglich für eine Frau im 10. Jahrhundert. Wiborada sucht ihren eigenen Weg. Von den Geistlichen misstrauisch beäugt, endet sie nur dank ihrer Verhandlungsgabe nicht auf dem Scheiterhaufen. Sie willigt ein, sich in eine Zelle einmauern zu lassen, wo sie ihr Leben ganz der Askese widmen könne. Doch die Mönche haben nicht mit Wiboradas seherischen Fähigkeiten gerechnet.

Ein historischer Roman über eine mutige Frau, die 100 Jahre nach ihrem Tod heiliggesprochen wurde.

Dorothe Zürcher: Stabilitas loci - Der Weg der Wiborada, Die Informationslücke, 380 Seiten

Buchtipp publiziert am 01.06.2019


Buchcover: Meine Zeit mit Eleanor

Meine Zeit mit Eleanor

In der heissen Phase des Präsidentschaftswahlkampfes 1932 reist die junge, erfolgreiche Reporterin Lorena Hickock in die Hauptstadt, um in einer Kolumne Einblicke in das Leben von Franklin D. Roosevelt und seiner Frau Eleanor zu liefern. Nur wenige Wochen nach dem neuen Präsidentenpaar zieht "Hick" ebenfalls ins Weisse Haus ein - und wird zur Geliebten der First Lady.
Sie lieben, fördern und fordern einander gleichermassen: die geistreiche Hick, die sich mit viel Biss aus armen Verhältnissen hochgearbeitet hat, und die idealistische, warmherzige Eleanor, die mit ihrem Kampf für die Menschen- und Arbeiterrechte, für Pressefreiheit und Gleichberechtigung in die Geschichte eingehen soll und deren diplomatischer Einfluss weit über den Tod ihres Mannes hinaus reicht. Was sie verbindet, ist ihr Glaube an die Sache und an ihre weibliche Stärke.
Ein fesselnder Roman von Leidenschaft und Mut, voll schlagfertiger Raffinesse und Zeitatmosphäre.

Amy Bloom: Meine Zeit mit Eleanor, Atlantik Verlag, 272 Seiten

Buchtipp publiziert am 15.05.2019


Buchcover: Den Himmel finden

Den Himmel finden

Ein kleines Bergdorf in Italien. Hier lebt der namenlose Erzähler recht unbehelligt als Bildhauer, Restaurator und Bergführer, bis er eines Tages einen ungewöhnlichen Auftrag übernimmt: Er soll die lebensgrosse Statue eines gekreuzigten Jesus „entkleiden“. Dem in Marmor gehauenen Gottessohn wurde nachträglich ein Lendenschurz übergestülpt, nun soll er wieder in seiner ganzen Nacktheit erscheinen. Der selbst nicht sehr gläubige Erzähler ist ratlos – handelt es sich um einen Akt der Blasphemie? Er wendet sich an den Bischof, spricht mit einem Rabbiner und einem muslimischen Arbeiter, sucht Antworten auf die Frage nach den Grenzen von Leben und Kunst in der Religion. Eindrucksvoll und sprachmächtig schildert De Luca, wie sich dem Bildhauer während seiner Arbeit die Erfahrung des Glaubens immer tiefer erschliesst.

Erri de Luca: Den Himmel finden, List Medien AG, 190 Seiten

Buchtipp publiziert am 01.05.2019


Buchcover: Alligatoren

Alligatoren

Seit Stunden belauern sie sich gegenseitig: das Alligatorweibchen, das seine Jungen beschützen muss, und Gertrude, deren vier Töchter seit Tagen nichts gegessen haben. Ein Schuss fällt, doch er trifft nicht das Reptil – es gibt Schlimmeres als den Hunger.
Auch Annie, die Plantagenbesitzerin, hat einen grösseren Feind, als sie wahrhaben möchte. Ihren jüngsten Sohn kostete das bereits das Leben.
Doch als Oretta, Annies schwarze Haushälterin und in erster Generation von der Sklaverei befreit, Gertrudes kranke neunjährige Tochter bei sich aufnimmt, finden diese drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können, zusammen. Denn sie alle haben eins gemeinsam: die unstillbare Sehnsucht nach Freiheit und Selbstbestimmung.
Der Roman gibt Einblick in die Lebenswelt dreier unterschiedlicher Frauen in den Südstaaten der 1920er

Deb Spera: Alligatoren, HarperCollins, 432 Seiten

Buchtipp publiziert am 14.04.2019


Buchcover: Kleine Helden

Kleine Helden

Der Architekt Sebastián verliert erst seine Arbeit, dann auch Ehefrau und Kinder – dennoch hilft er Sofía beim Wiederaufbau der Kinderbetreuung im Viertel. Eine Grossmutter stellt schon im September den Weihnachtsbaum auf, um ihrer Familie Mut zu machen. Alt und Jung, Singles und Familien, Spanier und Einwanderer, sie alle leben hier nebeneinander im Zentrum von Madrid. Und sie alle entdecken die unerwartete Kraft der Solidarität, als die Schliessung des Gesundheitszentrums droht. „Kleine Helden" ist das bunte, ergreifende Porträt ihres Viertels im heutigen Madrid.

Ein Roman, der von den kleinen und großen Nöten, aber auch Freuden der Bewohner eines madrilenischen Viertels handelt, über den Mut, gemeinsam aufzustehen in Zeiten von Globalisierung und Wirtschaftskrise.

Almudena Grandes: Kleine Helden, Hanser, 319 Seiten

Buchtipp publiziert am 01.04.2019


Buchcover: Du bist in einer Luft mit mir

Du bist in einer Luft mit mir

Dimitri und Viktor wachsen in Miroslaw auf, wo Pferdemistinseln die schlammige Hauptstrasse zieren. Das kyrillische Abc lernen sie beim alten Diakon. Nach ihrer Studienzeit in Moskau hocken sie, nun Lehrer und Ingenieur und beide Nachwuchs erwartend, im Abstellraum des Schulhauses und gönnen sich täglich eine Partie Schach. Nur über die Revolution sind sie geteilter Meinung, und als Dimitri eines Tages das Leninporträt in hohem Bogen aus dem Fenster des Klassenzimmers wirft, wird sein Freund gegen ihn aussagen.
Dieses Verhängnis können die Kinder, Kirill und Sascha, die später wie Brüder sind und sich kleiden wie ihr Lieblingsdichter Puschkin, nur erahnen. Aber einem von ihnen verdanken wir diese ironische wie geistreiche doppelte Familiensaga, die spielerisch zwischen der Zarenzeit, der russischen Revolution und dem »grauen Niedergang der grossen Ideale« hin- und herspringt.

Ruska Jorjoliani: Du bist in einer Luft mit mir; Rotpunktverlag, 213 Seiten

Buchtipp publiziert am 14.03.2019


Buchcover: Alle, ausser mir

Alle, ausser mir

Kennen Sie Ihren Vater und seine Vergangenheit? Wissen Sie, wer er wirklich ist? Die vierzigjährige Lehrerin Ilaria hätte diese Fragen mit »ja« beantwortet, und auch ihre Angehörigen glaubte sie zu kennen – bis eines Tages ein junger Afrikaner vor ihrer Wohnung in Rom auftaucht und behauptet, mit ihr verwandt zu sein. In seinem Ausweis steht: Attilio Profeti, das ist der Name ihres Vaters … Der aber ist zu alt, um noch Auskunft zu geben.
Hier beginnt Ilarias Entdeckungsreise ihrer schier unglaubliche Familiengeschichte über drei Generationen, die eng mit der italienische Kolonialgeschichte des 20. Jahrhunderts in Äthiopien und Eritrea verbunden ist, bis hin zu den gegenwärtigen politischen Konflikten reicht und mit dem Schicksal der heutigen Geflüchteten verknüpft ist. Es entfaltet sich ein schonungsloses Porträt der italienischen Gesellschaft.

Francesca Melandri: Alle, ausser mir, Wagenbach, 604 Seiten

Buchtipp publiziert am 01.03.2019


Buchcover: Was uns kostbar ist

Was uns kostbar ist

Was der ahnungslose Student Ryad bei seinem Ferienjob in Algier vorfindet, ist ein geschichtsträchtiger, einzigartiger Ort: In der Buchhandlung, die er ausräumen soll, wirkte einst Edmond Charlot (1915–2004), der hier 1936 ein blühendes Zentrum der Bücher gründete, Bibliothek, Verlag und Treffpunkt in einem.
Charlot entdeckte literarische Grössen des 20. Jahrhunderts wie Albert Camus. Während des Zweiten Weltkriegs galt er als »der Verleger des freien Frankreichs«. Trotz politischem Druck, einer Inhaftierung unter dem Vichy-Regime und kriegsbedingtem Papiermangel engagierte er sich unermüdlich für die Literatur. Nach Kriegsende wirkte er in Paris, wo er in finanzielle Not geriet und seine Autoren an die grossen Verlage verlor. Doch den Buchladen in Algier gibt es bis heute.
Der jungen algerischen Autorin gelingt eine Hommage an die Literatur und einen herausragenden Förderer. Sie erzählt zudem von einem politisch und kulturell engverwobenen und zerrissenen Mittelmeerraum in einer turbulenten Zeit.

Kaouther Adimi: Was uns kostbar ist, Lenos, 224 Seiten

Buchtipp publiziert am 14.02.2019


Buchcover: Ida

Ida

Sie ist eine der bekanntesten Patientinnen des 20. Jahrhunderts: Dora, das jüdische Mädchen mit der 'petite hystérie' und einer äusserst verschlungenen Familiengeschichte. Dora, die kaum achtzehn war, als sie es wagte, ihre Kur bei Sigmund Freud vorzeitig zu beenden. Für Katharina Adler war die widerständige Patientin lange nicht mehr als eine Familien-Anekdote: ihre Urgrossmutter Ida, die zu Nachruhm kam, und dabei mal zum Opfer, mal zur Heldin stilisiert wurde.

Von ihr handelt dieser Roman. Katharina Adler erzählt die Geschichte einer Frau zwischen Welt- und Nervenkriegen, Exil und Erinnerung. „Ida“ ist ein Plädoyer für die Wahrheit der Empfindung und die Vielfalt ihrer Versionen, der Roman eines weitreichenden Lebens, das – mit Freuds Praxistür im Rücken – erst seinen Anfang nahm.

Katharina Adler: Ida, Rowohlt, 506 Seiten  

Buchtipp publiziert am 01.02.2019


Buchcover: Archipel

Archipel

Rosa kehrt auf die Insel Teneriffa und in das heruntergewirtschaftete Haus der vormals einflussreichen Bernadottes zurück. Was sie sucht, weiss sie nicht genau. Doch für eine Weile sieht es so aus, als könnte sie es im Asilo, dem Altenheim von La Laguna, finden. Ausgerechnet dort, wo Julio noch mit über neunzig Jahren den Posten des Pförtners innehat. Julio war Kurier im Bürgerkrieg, war Gefangener der Faschisten, er floh und kam wieder, und heute hütet er die letzte Lebenspforte der Alten von der Insel. Julio ist Rosas Grossvater. Von der mütterlichen Seite. Einer, der Privilegien nur als die der anderen kennt.
In "Archipel" führt die Autorin rückwärts durch ein Jahrhundert voller Umbrüche und Verwerfungen, grosser Erwartungen und kleiner Siege. Es ist Julios Jahrhundert, das der grossen Namen und der Namenlosen. Es ist eine Geschichte über Herkunft, Familie und Verlust.

Inger-Maria Mahlke: Archipel, Rowohlt, 432 Seiten

Buchtipp publiziert am 15.01.2019


Buchcover: Mittagsstunde

Mittagsstunde

Die Wolken hängen schwer über der Geest, als Ingwer Feddersen, 47, in sein Heimatdorf zurückkehrt. Er hat hier noch etwas gutzumachen. Grossmutter Ella ist dabei, ihren Verstand zu verlieren, Grossvater Sönke hält in seinem alten Dorfkrug stur die Stellung. Er hat die besten Zeiten hinter sich, genau wie das ganze Dorf. Wann hat dieser Niedergang begonnen? In den 1970ern, als nach der Flurbereinigung erst die Hecken und dann die Vögel verschwanden? Als die grossen Höfe wuchsen und die kleinen starben? Als Ingwer zum Studium nach Kiel ging und den Alten mit dem Gasthof sitzen liess?
Mit grosser Wärme erzählt Dörte Hansen vom Verschwinden einer bäuerlichen Welt, von Verlust, Abschied und von einem Neubeginn.

Dörte Hansen : Mittagsstunde, Penguin Verlag, 320 Seiten

Buchtipp publiziert am 01.01.2019


Reguläre Öffnungszeiten

Dienstag: 15.30 Uhr - 17.30 Uhr
Donnerstag: 18.30 Uhr - 20.30 Uhr
Samstag 09.30 Uhr - 11.30 Uhr

 

Öffnungszeiten während Schulferien

Donnerstag: 18.30 Uhr - 20.30 Uhr

Ferienplan auf der Webseite der Schule Lichtensteig