Buchtipps der Städtli-Bibliothek

 

Aktueller Buchtipp:

Buchcover: Der Sohn des Friseurs

Der Sohn des Friseurs

Simon, Mitte vierzig, führt ein ruhiges Leben. Wie bereits sein Vater und Grossvater ist er Friseur. Er möchte nicht unbedingt zu viele Kunden, und wenn er mal einen Espresso braucht, dann geht er rasch in seine Wohnung über dem Salon. Zwei Poster von Schwimmern an der Wand erinnern an seine Jugendhelden, und dreimal die Woche zieht er selbst Bahnen - Simon mag seinen unaufgeregten Alltag und wenn er zwischendurch eine Strähne Einsamkeit an sich entdeckt, dann stört ihn das nicht weiter.

Als einer der Stammkunden, ein Schriftsteller, sich für die Geschichte seines Vaters interessiert, wird auch Simon neugierig. Er hatte den Vater nie kennengelernt, weil dieser, wie es hiess, 1977 bei einem Flugzeugunglück auf Teneriffa ums Leben gekommen war. Aber warum weiss Simon eigentlich so wenig darüber? Und noch etwas anderes treibt ihn um: Als Simon seiner Mutter beim Schwimmunterricht für Jugendliche hilft, lernt er den stummen Igor kennen und verliebt sich in ihn.

In überraschenden Wendungen erzählt Bakker von einem Mann, dessen Leben wider seinen Willen Fahrt aufnimmt. Der Sohn des Friseurs ist ein berührender Roman über Sehnsucht, das Bedürfnis nach Nähe und die Notwendigkeit, die Grenzen des Bekannten zu durchbrechen.

Gerbrand Bakker: Der Sohn des Friseurs, Suhrkamp Verlag, 287 Seiten

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Buchtipp publiziert am 15.06.2024


Bisherige Buchtipps:

Buchcover: Zug um Zug zu dir

Zug um Zug zu dir

Zug um Zug zu dir

Nora ist Moderedakteurin, Kunstfan und ewiger Single. Gemeinsam mit ihrer Schwester Ennia, die eine schmerzhafte Trennung hinter sich hat, macht sie sich auf, Europa zu entdecken - und dabei die grosse Liebe zu finden. Der Plan: drei Monate, zehn Städte, zehn Dates - das alles mit dem Zug. Schon während der Fahrt von Zürich nach Wien treffen die beiden Frauen auf den geheimnisvollen Engländer Andy. Mit seinen Taschenspielertricks und seinem Charme zaubert er sich auf Anhieb in Noras Herz. Und Nora erobert seins, das glaubt sie zumindest. Doch als sie im Bahnhof eintreffen, ist er von jetzt auf gleich verschwunden. Andy will sich nicht auf romantische Gefühle einlassen, weil diese seine Mission gefährden könnten. Was hat er zu verbergen?

Das Gespür für die menschlichen Emotionen und die Liebe zum Detail machen Nadine Gerbers Lektüre zu einem mitreissenden und unterhaltsamen Lesegenuss.

Nadine Gerber: Zug um Zug zu dir, Zytglogge Verlag, 316 Seiten

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Buchtipp publiziert am 01.06.2024


Buchcover: Aspergers Schüler

Aspergers Schüler

Als die junge Psychologin Sarah 1986 zu Forschungszwecken nach Wien zieht, kommt sie der erschütternden Geschichte einer Klinik während der Nazi-Zeit auf die Spur:

Wien, 1926: Erich ist acht Jahre alt, als er in die Uniklinik zu Dr. Hans Asperger kommt. Erich sieht die Welt nicht wie andere Kinder. Er kann hochkomplexe mathematische Probleme lösen, aber es fällt ihm schwer, seine Gefühle zu zeigen. Nach schrecklichen Jahren in einer Pflegefamilie wird er hier ganz anders behandelt. Man hört ihm zu, man versteht ihn. Die Krankenschwester Viktorine schliesst Aspergers kleinen Schüler ganz besonders ins Herz. Für sie bricht eine Welt zusammen, als die bahnbrechende Arbeit ihrer Abteilung vom NS-Regime vereinnahmt wird. Während Asperger sich mit den neuen Machthabern arrangiert, ist Viktorine entsetzt, als sie erfährt, was an der Klinik am Spiegelgrund vor sich geht. Für Erich wird es lebensgefährlich.

Beruhend auf wahren Ereignissen, erzählt die Autorin Laura Baldini von einem berühmten Kinderarzt, seinen kleinen Patienten und einer mutigen Krankenschwester, die alles für die Kinder riskiert.

Laura Paldini: Aspergers Schüler, Piper, 362 Seiten

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Buchtipp publiziert am 15.05.2024


Buchcover: Die Fremde in meinem Haus

Die Fremde in meinem Haus

Es ist die zweite Chance, auf die du so lange gewartet hast und doch ahnst du nicht, wen du in dein Haus lässt.

"Hallo, ich bin Anna. Geboren wurde ich als Sky und glaube, dass du meine leibliche Mutter bist." Diese Nachricht trifft Susie wie ein Schlag in die Magengrube. Tatsächlich hat sie vor 15 Jahren als junge, mittellose Musikerin ihre Tochter zur Adoption freigegeben und diese Entscheidung seitdem bitter bereut. Als Anna dann über ihre strengen Adoptiveltern berichtet, ist Susie überzeugt, dass das Mädchen Hilfe braucht. In der Hoffnung, ihren Fehler wieder gutzumachen, nimmt sie Anna bei sich auf. Doch Anna verhält sich seltsam und verstrickt sich mehr und mehr in Lügen. Eine nur verständliche Reaktion auf die traumatischen Zustände in ihrer Adoptivfamilie? Oder steckt mehr dahinter? Was sind die wirklichen Gründe für die Adoption vor 15 Jahren? Und wer hütet hier welches Geheimnis?

JP Delaney: Die Fremde in meinem Haus, Penguin Verlag, 381 Seiten

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Buchtipp publiziert am 01.05.2024


Buchcover: Der Liebende

Der Liebende

Zwei einsame Menschen, eine letzte große Liebe.

Monsieur Haslinger ist als Seelsorger in der pittoresken Altstadt von Brüssel tätig, ansonsten lebt er sehr zurückgezogen. Bis Madame Janssen ins Nachbarhaus zieht und ihn mit ihrer Lebensfreude ansteckt. Beide verbindet die Liebe zu allem, was grünt, sie treffen sich zu anregenden Gesprächen und zu gutem Essen. Madame Janssen spricht schliesslich aus, wie sehr sie den attraktiven Geistlichen mag, und bittet ihn, mit ihr an die Nordsee zu reisen. Dort geschieht, was der zölibatär lebende Monsieur Haslinger nie erwartet hat: Sie lieben sich. Für ihn ist es das erste Mal, für Madame Janssen jedoch das letzte Mal.

Ohne zu urteilen, erzählt der Autor Martin Ehrenhauser von dem Respekt vor der Selbstbestimmung des geliebten Gegenübers. Voller zärtlicher Beobachtungen, voll überraschendem Glück.

Lassen Sie sich überraschen!

Martin Ehrenhauser: Der Liebende, List, 207 Seiten

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Buchtipp publiziert am 15.04.2024


Buchcover: Die Wahrheiten meiner Mutter

Die Wahrheiten meiner Mutter

Johanna ist keine gute Tochter. Um sich zu retten, hat sie die Familie verlassen. Jetzt, dreissig Jahre später, ist Johanna wieder zu Hause. Sie sucht Nähe, sie will den Kontakt zur Mutter erzwingen, doch die verweigert sich kühl jeder Annäherung. Heimgesucht von den Erinnerungen an die Kindheit zieht Johanna sich in eine einsame Hütte am Fjord zurück, wo es an ihr ist, die Verhältnisse zu ordnen und sich aus den familiären Zwängen zu befreien.

Vigdis Hjorth, eine der hervorragendsten Autorinnen Norwegens, erzählt in ihrem Roman drastisch von unseren zerrütteten Beziehungen, von der Sehnsucht und der Enttäuschung und davon, wie man der Vergangenheit begegnet, ohne sich selbst aufzugeben.

Vigdis Hjorth: Die Wahrheiten meiner Mutter, S. Fischer, 400 Seiten

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Buchtipp publiziert am 01.04.2024


Buchcover: Das verborgene Leben der Farben

Das verborgene Leben der Farben

Mitternachtsschwarz mit einem Hauch von Mond; Indigo, das nach Heidelbeere riecht; Pfirsichgelb kurz vor der Reife: Mio versteht es, alle Farben der Welt einzufangen und zu benennen. In dem Atelier, in dem ihre Familie Hochzeitskimonos mit alten, seit Generationen überlieferten Symbolen näht und bestickt, lernte sie von klein auf die Bedeutung der Details und entdeckte das verborgene Leben der Farben. Seitdem sind Farben ihr Alphabet, ihr geheimer Schlüssel zur Welt. Aoi hingegen begleitet Beerdigungszeremonien: Er bereitet diejenigen vor, die von dieser Welt gehen, und kümmert sich um jene, die bleiben. Er besitzt die seltene Sensibilität, sein Gegenüber auf den ersten Blick zu verstehen. Als sich Mios und Aois Wege kreuzen, spiegeln sie sich wie zwei Komplementärfarben. Sie scheinen perfekt füreinander, doch ihre Begegnung war kein Zufall.

Laura Imai Messina versteht es meisterhaft, die magische Kraft des Alltäglichen freizulegen. Und Japan, der Ort der Gegensätze, ist die ideale Projektionsfläche dieser Magie. So werden auf den Straßen von Tokio, der zukunftsgewandten Stadt, immer noch die alten Rituale einer tausendjährigen Kultur gelebt, wie die Übergangszeremonien von Hochzeit und Beerdigung. «Das verborgene Leben der Farben» ist ein grossstädtisches Märchen, das die Macht hat uns zu verzaubern.

Laura Imai Messina: Das verborgene Leben der Farben, btb, 381 Seiten

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Buchtipp publiziert am 15.03.2024


Buchcover: Die Löffelliste

Die Löffelliste

Die Pflegefachfrau Karin Kaufmann hat genug. Von ihrem Beruf, in dem nichts mehr ist, wie es einmal war. Von ihrer Ehe, die sich so entwickelt hat, wie sie es nie wollte. Vom Oberarzt, der ihr auf niederträchtigste Art und Weise mitgespielt hat. Das ist denn auch der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt und Karin aufs Dach des Krankenhauses steigen lässt, um hinunterzuspringen. Sie wird allerdings von ihrem todkranken Patienten Reto Rösti gestört, der dort heimlich seine Stumpen raucht. Das ungleiche Paar kommt ins Gespräch, und dabei wird schnell klar, dass nicht nur Karin verschwinden will, sondern auch Reto. Er allerdings nur ins Oberengadin. Und weil beide nichts mehr zu verlieren haben, denken sie über Dinge nach, die gestern noch komplett undenkbar schienen.

Blanca Imboden gelingt eine generationenübergreifende Ode an die Freundschaft, an das Leben und an das Hier und Jetzt.

Bianca Imboden: Die Löffelliste, Wörterseh, 237 Seiten

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Buchtipp publiziert am 01.03.2024


Buchcover: Die karierten Mädchen

Die karierten Mädchen

Die über 90-jährige Klara ist blind und kann ihr Haus schon lange nicht mehr allein verlassen. Ganz unerwartet wird die Tür aufgestossen, hinter der sie ihre Vergangenheit verschlossen hat. Ergreift sie ihre letzte Chance, ihr bestgehütetes Geheimnis - die Geschichte ihres Lebens - zu offenbaren?

Siebzig Jahre zuvor: Klara ist überglücklich; mitten in der Weltwirtschaftskrise 1929 bekommt sie eine Stelle als Hauswirtschaftslehrerin in einem Kinderheim in Oranienbaum. Als eines Tages dort ein Baby abgegeben wird, fühlt sie sich der kleinen Tolla auf Anhieb stark verbunden. Bald spitzt sich die wirtschaftliche Lage zu. Klara, die das Heim inzwischen leitet, sucht die Nähe der neuen Machthaber in der Hoffnung auf Rettung. Zu spät erkennt sie, mit wem sie sich eingelassen hat. Und dann ist sie plötzlich selbst in Gefahr: Denn Tolla, das Waisenmädchen, das inzwischen wie eine Tochter an Klaras Seite lebt, ist jüdischer Herkunft.

«Die karierten Mädchen» ist der erste Band der Heimkehr-Trilogie, die vom Ende der Zwanziger- bis in die Sechzigerjahre reicht. Sie ist inspiriert von den Lebenserinnerungen von Alexa Hennig von Langes Großmutter, die diese im hohen Alter auf mehr als 130 Tonbandkassetten aufgenommen hat.

Alexa Henning von Lange: Die karierten Mädchen, DuMont, 366 Seiten

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Buchtipp publiziert am 15.02.2024


Buchcover: Der Traum vom Leben

Der Traum vom Leben

Zu gross, zu dünn und zu blass ist die junge Luise für die Jungs in der norddeutschen Provinz - da verliebt sie sich in Nils, den Sohn des Grossbauern mit den strahlenden Augen. Doch die Tochter des ärmsten Bauern weit und breit ist für seine Eltern nicht standesgemäss. Ein Star-Friseur öffnet ihr die Türen, sie ergreift die Chance - und findet sich als Model auf den glamourösen Pariser Laufstegen wieder. Denn die 90er sind das Zeitalter der Supermodels. In der ganzen Stadt schiessen aufstrebende Modelabels wie Pilze aus dem Boden, die Nachtclubs feiern legendäre Partys. Zwischen Modeglamour und dem schillernden Pariser Nachtleben tut sich für Luise eine eindrucksvolle Welt auf.  Das verrückte Paris der Neunzigerjahre will aus dem schüchternen friesischen Mädchen einen Star auf dem Catwalk machen. Doch wie hoch ist der Preis? Luise muss eine Entscheidung treffen ...

Katharina Fuchs erzählt einfühlsam, authentisch und hochspannend ein faszinierendes Frauen-Schicksal in der Ära der Topmodels, basierend auf einer wahren Geschichte.

Katharina Fuchs: Der Traum vom Leben, Droemer, 459 Seiten

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Buchtipp publiziert am 01.02.2024


Buchcover: Paradise Garden

Paradise Garden

Die 14-jährige Billie verbringt die meiste Zeit in ihrer Hochhaussiedlung. Am Monatsende reicht das Geld nur für Nudeln mit Ketchup, doch ihre Mutter Marika bringt mit Fantasie und einem großen Herzen Billies Welt zum Leuchten. Dann reist unerwünscht die Großmutter aus Ungarn an, und Billie verliert viel mehr als nur den bunten Alltag mit ihrer Mutter. Als sie Marika keine Fragen mehr stellen kann, fährt Billie im alten Nissan allein los - sie muss den ihr unbekannten Vater finden und herausbekommen, warum sie so oft vom Meer träumt, obwohl sie noch nie da war.

Erzähltempo und Cliffhanger treiben die Geschichte voran und machen das Debüt zu einer mitreißenden Lektüre, die man nicht mehr aus der Hand legen kann.

Elena Fischer: Paradise Garden, Diogenes, 345 Seiten

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Buchtipp publiziert am 15.01.2024


Buchcover: Kalt und still

Kalt und still

Hanna Ahlander ist 34, als ihre Welt kurz vor Weihnachten in sich zusammenfällt. Ihr Freund verlässt sie für eine andere und ihr Vorgesetzter legt ihr nahe, den Dienst bei der Stockholmer Polizei zu quittieren. Nachdem sie nicht bereit war, einen kriminellen Kollegen zu decken, stellt sich das Polizeikorps gegen sie. Zum Glück gibt es in dieser Männerwelt auch Frauen: Etwa ihre ältere Schwester, die sie flugs nach Åre schickt in ihr leer stehendes Ferienhaus. Hanna badet noch in Selbstmitleid, als eine Vermisstenmeldung sie erreicht. Nach einer Party ist die junge Amanda nicht nach Hause gekommen. Bei minus 20 Grad zählt jede Stunde. Hanna beteiligt sich an der Suchaktion und hält Augen und Ohren offen. Bald weiß sie mehr als die örtliche Polizei ...

Die Bestsellerautorin Viveca Sten hält bei viel Schnee und Temperaturen um minus 20 Grad die Spannung hoch und macht Lust auf mehr Ahlander-Fälle.

Viveca Sten: Kalt und still, DTV, 511 Seiten

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Buchtipp publiziert am 01.01.2024


Buchcover: Weihnachten könnte so schön sein

Weihnachten könnte so schön sein

Ein diebischer Nikolaus in Nöten, große Verwirrung an Heiligabend und die Heiligen Drei Könige im ICE. Frohe Weihnachten!

Advent und Weihnachten, die Zeit der Liebe und Besinnlichkeit? Weit gefehlt! Oder warum hängt der Nikolaus in der Weihnachtsbeleuchtung über einer belebten Fußgängerzone fest - mit einem Sack voll Diebesgut? Und was für ein Schreck für den kleinen Enkel, als sein Opa am Heiligen Abend leblos im Sessel sitzt - gerade nachdem er ihm die Kekse stibitzt hatte. Am 6. Januar dann diese drei merkwürdigen Herren im ICE von Hamburg nach Karlsruhe. Um sie herum ein ungewöhnlicher, angenehmer Duft. Ist es Weihrauch?

In drei humorvoll-warmherzigen Geschichten erzählt Jens Steiner von einem mächtig schlechten Gewissen, von Beziehungsstress an den Feiertagen und von Liebe und Vergebung. Weil Weihnachten ist.

Jens Steiner: Weihnachten könnte so schön sein, Arche, 78 Seiten

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Buchtipp publiziert am 15.12.2023


Buchcover: Wo die Geister tanzen

Wo die Geister tanzen

Sabiha und Ahmed sind fest verwurzelt in ihrer Heimatstadt Jaffa. Hier eröffnen sie ein eigenes Kino, um in der letzten Reihe bei Filmen mit Shirley Temple zu weinen, und ziehen ihre Söhne groß. Doch 1948, mit dem ersten arabisch-israelischen Krieg und schließlich der Gründung Israels, beginnt für die Familie eine Odyssee. Sie fliehen in den Libanon und weiter in die Türkei, stets auf der Suche nach einem neuen Zuhause. Sie leben in Abbruchhäusern und werden von keinem Staat anerkannt. Sie trauern um die Verstorbenen und verlieren doch nie die Lust am Leben und erst recht nicht ihren Humor.

Drei Generationen, verbunden durch die tiefe Sehnsucht danach, Wurzeln zu schlagen.

In ihrem grossen Roman erschreibt sich die Autorin Joana Osman ihre eigene Familiengeschichte und rettet so diese vor dem Vergessen. Voller Fantasie und hinreissendem Witz lässt sie die Geister der Vergangenheit tanzen.

Joana Osman: Wo die Geister tanzen, C. Bertelsmann, 224 Seiten

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Buchtipp publiziert am 01.12.2023


Buchcover: Berghütte

Berghütte

Im Winter arbeiten sie unten im Tal - der Sommer gehört den Bergen. Die drei kennen sich schon lange: Jonas und Galel sind Bergführer, Paul betreibt eine Hütte. Dort oben, auf 2000 Metern Höhe, sind sie in ihrem Element. Rundum Gipfel, Weite, Stille. Ein Nirgendwo, im Herzen der Welt. Wenn die einen nach Tagen des Wegs ihre Wanderer heraufbringen, wartet der andere mit frischgebackenem Brot. Dazu essen sie Alpkäse, trinken Wein, machen ein Feuer, erzählen. Schauen in die Sterne und gehen wieder. Was sie teilen, bleibt dort oben. Das Tal zählt nicht. Doch eines Tages kommt Galel, der immer schon von Weitem pfeift, verändert zurück. Sein Lachen fehlt und die Freunde beginnen sich Sorgen zu machen.


Ein Debüt über drei Menschen im Angesicht einer mächtigen Berglandschaft, die das Wichtige nicht mehr sagen müssen. Sie teilen das unfassbare Glück, aber wissen auch, dass ein einziger falscher Schritt fatale Folgen haben kann.

Fanny Desarzens: Berghütte, Atlantis, 140 Seiten

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Buchtipp publiziert am 15.11.2023


Buchcover: Frau Komachi empfiehlt ein Buch

Frau Komachi empfiehlt ein Buch

"Wonach suchen Sie?" Diese Frage stellt Sayuri Komachi allen Besuchern in ihrer kleinen Gemeindebibliothek in Tokio. Und sie meint die Frage durchaus im übertragenen Sinne. Denn die weise Bibliothekarin spürt genau, wonach die Menschen im Leben suchen: von der rastlosen Verkäuferin, die mit ihrem Job hadert, dem schüchternen Buchhalter, der davon träumt, ein Antiquitätengeschäft zu eröffnen, oder der frischgebackenen Mutter, die sich zwischen Beruf und Familie aufreibt. Sie alle befinden sich in einer Sackgasse. Und alle führt es früher oder später zu Frau Komachi in die Bibliothek. Ihre überraschenden Buchempfehlungen haben ungeahnte Folgen.

Die Lektüre entpuppt sich als Katalysator für eine andere Denkweise und eröffnet neue Wege. Und letztlich hilft sie den Besuchern, ihre aktuelle Lebenskrise zu meistern. Denn Frau Komachi weiß: Bücher haben magische Kräfte und sind eine verlässliche Quelle der Inspiration.

Fünf Geschichten, fünf Schicksale - von persönlichen Umwegen, mutigen Entscheidungen und der heilenden Kraft der Bücher.

Michiko Aoyama: Frau Komachi empfiehlt ein Buch, Kindler, 285 Seiten

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Buchtipp publiziert am 01.11.2023


Buchcover: Die Farben unserer Träume

Die Farben unserer Träume

«Welche Farben hat der Regen?» - «Die Farben unserer Träume, wenn du in meinen Armen liegst.»

München, 1965. Die 17-jährige Anna hat sich in ihrer Familie schon immer fremd gefühlt. Mit ihren dunklen Locken sticht sie buchstäblich wie das schwarze Schaf der Sonnlechners hervor. Und während ihre Eltern und ihre Schwester das unaufgeregte bürgerliche Leben genießen und den familieneigenen Friseursalon mit Eifer betreiben, sehnt sie sich nach Freiheit und Abenteuer. Vor allem das Malen - das Spiel mit unzähligen Farben und Formen hilft ihr dabei, ihren Träumen Ausdruck zu verleihen. Als Anna eines Tages auf einen alten Brief stößt, in dem von einem Findelkind die Rede ist, wird sie stutzig: Könnte sie dieses Kind sein? Sie begibt sich auf die Suche nach ihren wahren Wurzeln - und findet dabei nicht nur zu sich selbst, sondern auch zu ihrer großen Liebe ...

Lilli Beck: Die Farben unserer Träume, Blanvalet, 444 Seiten

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Buchtipp publiziert am 15.10.2023


Buchcover: Als Grossmutter im Regen tanzte

Als Grossmutter im Regen tanzte

Als Juni ins Haus ihrer verstorbenen Grosseltern auf der kleinen norwegischen Insel zurückkehrt, entdeckt sie ein Foto: Es zeigt ihre Grossmutter Tekla als junge Frau mit einem deutschen Soldaten. Wer ist der unbekannte Mann? Ihre Mutter kann Juni nicht mehr fragen. Das Verhältnis zwischen ihrer Mutter und ihrer Grossmutter war immer von etwas Unausgesprochenem überschattet.

Die Suche nach der Wahrheit führt Juni nach Berlin und in die kleine Stadt Demmin im Osten Deutschlands, die nach der Kapitulation von der russischen Armee überrannt wurde. Juni begreift, dass es um viel mehr geht als um eine verheimlichte Liebe. Und dass ihre Entdeckungen Konsequenzen haben für ihr eigenes Glück.

»Als Grossmutter im Regen tanzte« erzählt davon, wie uns die Vergangenheit prägt bis in die Generationen der Töchter und Enkelinnen. Doch vor allem ist es eine Geschichte über die heilende Kraft der Liebe.

Trude Teige: Als Grossmutter im Regen tanzte, S. Fischer Verlag GmbH, 380 Seiten

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Buchtipp publiziert am 01.10.2023


Buchcover: Lieblingstochter

Lieblingstochter

In den Walliser Bergen wächst die kleine Jeanne mit einem gewalttätigen Vater, einer verängstigten Mutter und der eingeschüchterten Schwester auf. Alle im Dorf wissen von der willkürlichen Brutalität des Vaters, alle schauen weg. Jeanne flüchtet in ihre Phantasie, in die Welt der Bücher und später ins Internat. Sie errichtet einen Schutzwall, der sie am Leben hält. Als junge Frau sucht Jeanne die körperliche Nähe von anderen Frauen. Mit jeder Begegnung rückt der Vater ein Stück weiter weg. Doch dann verliebt sich Jeanne in Paul, und sie muss sich entscheiden: für oder gegen ein eigenes Leben.

Sarah Jollien-Fardel schreibt so berauschend wie klar über eine Frau, die ihre Vergangenheit um jeden Preis abstreifen will – um frei zu leben und zu lieben. Es ist die Geschichte einer Emanzipation, die unter die Haut geht.

Sarah Jollien-Fardel: Lieblingstochter, Aufbau, 221 Seiten

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Buchtipp publiziert am 15.09.2023


Buchcover: Das Flüstern der Bienen

Das Flüstern der Bienen

Ein einzigartiger Junge, der das Schicksal eines Dorfes für immer verändert.

In der kleinen mexikanischen Stadt Linares erzählt man sich noch immer von dem Tag, an dem die alte Nana Reja ein Baby unter einer Brücke gefunden hat. Von einem Bienenschwarm umhüllt, erweckt der kleine Simonopio zunächst Misstrauen bei den abergläubischen Dorfbewohnern. Doch die Gutsbesitzer Francisco und Beatriz Morales nehmen den wilden stummen Jungen bei sich auf und lieben ihn wie ihr eigenes Kind.

Während die Spanische Grippe die Region trifft, und um sie herum die mexikanische Revolution wütet, lernen sie Simonopios Gabe zu vertrauen und können die Familie so vor dem größten Unheil bewahren. Doch nicht alle Bewohner der Hacienda meinen es gut mit dem Jungen ...

Mit "Das Flüstern der Bienen" legt Sofía Segovia einen unterhaltsamen und tiefsinnigen Familienroman vor, in dem Fiktion und Realität ihres Landes mitschwingen.

Sofía Segovia: Das Flüstern der Bienen, List, 478 Seiten

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Buchtipp publiziert am 01.09.2023


Buchcover: Café Leben

Café Leben

Zwei Frauen, zwei Schicksale - eine bewegende Botschaft

«Café Leben» ist ein aussergewöhnlicher Roman über zwei Frauen aus zwei Generationen, die einander ihre Lebensgeschichte erzählen: kraftvoll, eindringlich und voller Hoffnung.

Die 32-jährige Henrietta Lockwood führt in London ein zurückgezogenes Leben mit ihrem Hund Dave. Schon früh hat sie eine Mauer zwischen sich und der Welt errichtet. Das verhilft ihr schliesslich zu einem besonderen Job im Hospiz, bei dem man besser nicht ständig in Tränen ausbricht: Henrietta soll todkranken Menschen dabei helfen, die Geschichte ihres Lebens für die Nachwelt aufzuschreiben.

Schon bei den ersten Gesprächen mit ihrer Klientin Annie merkt Henrietta, dass die 66-jährige Krebspatientin schlimmen Erinnerungen ausweicht. Ohne die wird ihre Geschichte jedoch nie vollständig sein, und das kann Henrietta nicht hinnehmen. Sie versucht auf eigene Faust herauszufinden, was Annies Schwester vor 46 Jahren zugestoßen ist.

Doch um Annie dazu zu bringen, alle Puzzleteile offenzulegen, muss Henrietta etwas tun, was sie noch nie zuvor getan hat: ihre eigene Geschichte erzählen.

Ergreifend, ohne rührselig zu werden, schreibt die britische Autorin Jo Leevers über Leben und Tod, über das Erinnern und das Erzählen, das die Macht hat, alte Wunden zu heilen. Ein besonderer Roman, der noch lange nachhallt.

Jo Leevers: Café Leben, Droemer Verlag, 320 Seiten

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Buchtipp publiziert am 15.08.2023


Buchcover: Ist es Liebe? Nein - es ist ... Unmöglich

Ist es Liebe? Nein - es ist ... Unmöglich

Was wäre, wenn alles stimmt zwischen zwei Menschen und die Liebe trotzdem unmöglich ist?

Eine fehlgeleitete E-Mail führt zwei Fremde zusammen: Bee ist Schneiderin und arbeitet Hochzeitskleider zu neuen Kreationen um. Nick ist Krimiautor (eigentlich) und Ghostwriter (um die Miete zu zahlen). Zwischen den beiden entsteht schon nach wenigen Zeilen eine Verbindung, ihre Mails werden rasch immer persönlicher. Schnell wird klar: Die beiden wollen - müssen - einander sehen. Nick setzt sich in den Zug, um Bee in London zu treffen. Bee macht sich auf den Weg zum Bahnhof. Und was dann passiert, ist so unvorhersehbar wie ... unmöglich.

Eine Liebesgeschichte für unsere Zeit: Wenn das Leben zu kompliziert ist. Wenn die Welt aus den Fugen geraten ist. Und wenn wir trotzdem daran glauben, dass die Liebe alles überwinden kann.

Dieser Roman ist eines der seltenen Bücher, die einen zum Lachen und Weinen bringen.

Sarah Lotz: Ist es Liebe? Nein - es ist … Unmöglich, Rowohlt Polaris, 512 Seiten

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Buchtipp publiziert am 01.08.2023


Buchcover: Apfeltage

Apfeltage

Ein Unfall hat Amande den über alles geliebten Mann genommen und ihr Leben aus den Angeln gehoben. Kurzentschlossen zieht sie sich in ein abgelegenes Haus in der Auvergne zurück. Doch während die Tage in ihrem Kummer ineinanderfließen, stößt sie zufällig auf die Gartenkalender der ehemaligen Besitzerin des Grundstücks. Die Notizen von Madame Hugues erzählen von einer Frau, die ihr Leben in die Hand nahm, indem sie säte, pflanzte und erntete. Unter Anleitung der handschriftlichen Notizen von Lucie Hugues macht sich Amande daran, den alten, lange verlassenen Garten wieder zum Leben zu erwecken. Im Laufe der Jahreszeiten schöpft sie aus dem Kontakt mit der Erde Kraft, sich mit dem Leben zu versöhnen und in jedem Tag ein Versprechen für ein bisschen Glück zu erkennen.

In diesem Mut machenden und zutiefst bewegenden Roman lädt uns die Autorin dazu ein, unsere Augen, Sinne und Herz weit zu öffnen.

Mélissa Da Costa: Apfeltage, Penguin Verlag, 346 Seiten

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Buchtipp publiziert am 15.07.2023


Buchcover: Elternabend - Kein Thriller (auch wenn der Titel nach Horror klingt)

Elternabend - Kein Thriller (auch wenn der Titel nach Horror klingt)

Niemand auf der Welt entgeht dem "Charme" eines Elternabends!

Der Kleinkriminelle Sascha Nebel hat sich zur falschen Zeit am falschen Ort das falsche Auto für einen Diebstahl ausgesucht. Kaum, dass er hinter dem Steuer eines Geländewagens Platz genommen hat, zieht eine Horde demonstrierender Klimaaktivisten durch die Strasse. Allen voran eine junge Frau, die den SUV mit einer Baseballkeule demoliert. Als die Polizei auf der Bildfläche erscheint, ergreifen Sascha und die Unbekannte die Flucht und platzen in den Elternabend einer 5. Klasse. Um die Nacht nicht in Polizeigewahrsam zu verbringen, bleibt ihnen keine andere Wahl: Sie müssen in die Rolle von Christin und Lutz Schmolke schlüpfen, den Eltern des 11jährigen Hector, die bislang jede Schulveranstaltung versäumten.

Zwei wildfremde Menschen, zwischen denen kaum grösseres Streitpotential herrschen könnte, geben sich als Vater und Mutter eines ihnen völlig unbekannten Kindes aus. Dabei ist die Tatsache, dass Hector der grösste Rüpel der Schule ist, sehr schnell ihr kleinstes Problem.

Sebastian Fitzek: Elternabend – Kein Thriller (auch wenn der Titel nach Horrer klingt), Doemer München, 334 Seiten

Foto/Quelle: Buchhaus.ch

Buchtipp publiziert am 01.07.2023


Reguläre Öffnungszeiten

Dienstag: 15.30 Uhr - 17.30 Uhr
Donnerstag: 18.30 Uhr - 20.30 Uhr
Samstag 09.30 Uhr - 11.30 Uhr

 

Öffnungszeiten während Schulferien

Donnerstag: 18.30 Uhr - 20.30 Uhr

Ferienplan auf der Webseite der Schule Lichtensteig